Den Jahresabschluss 2025 der Stadt Winterthur mit einem Ertragsüberschuss von rund 63,9 Millionen Franken nimmt die SP positiv zur Kenntnis. Erneut ist der Abschluss deutlich besser als ursprünglich budgetiert. Finanzielle Herausforderungen bleiben jedoch bestehen – in den nächsten Jahren insbesondere auch durch absehbare Mindereinnahmen durch kantonale Entscheide.
Das Ergebnis der Jahresrechnung 2025 basiert – im Unterschied zum Vorjahr – zu einem grossen Teil auf tatsächlich wirksamen Einnahmen. Insbesondere höhere Steuereinnahmen sowie Rückerstattungen des Kantons führen dazu, dass der Stadt zusätzliche reale finanzielle Mittel zur Verfügung stehen. Diese stärken das Eigenkapital und verbessern die finanzielle Ausgangslage der Stadt.
Der Überschuss wird dem zweckfreien Eigenkapital gutgeschrieben und verbessert damit die finanzielle Ausgangslage der Stadt nachhaltig. Gerade vor dem Hintergrund des anhaltenden Bevölkerungswachstums und der steigenden Anforderungen in Bildung, Betreuung und Pflege ist diese Entwicklung besonders wichtig. Sie erhöht die Fähigkeit der Stadt, zukünftige Aufgaben zu bewältigen.
Gleichzeitig zeigt die Rechnung deutlich, wo der Druck weiter steigt: Die Kosten in der Sonderschulung und Volksschule sowie in der Pflegefinanzierung und im Sozialbereich nehmen weiter zu. Diese Entwicklungen sind strukturell und werden die Stadt auch in Zukunft prägen. Ein Teil des positiven Ergebnisses ist auf einmalige Rückerstattungen des Kantons zurückzuführen. Diese sind jedoch real wirksam und stärken die finanzielle Basis der Stadt unmittelbar. Für die SP ist entscheidend, dass diese Mittel dazu genutzt werden, di e Stabilität zu sichern und notwendige Investitionen zu ermöglichen.
Trotz des guten Ergebnisses warnt die SP davor, vorschnelle politische Forderungen abzuleiten, da die finanziellen Herausforderungen weiterhin bestehen bleiben. Neben den bereits erwähnten Herausforderungen ist davon auszugehen, dass verschiedene kantonal e Entscheide, z.B. die teilweise Abschöpfung der Grundstückgewinnsteuer durch den Kanton, zu Mindereinnahmen führen werden. Die Winterthurer Vertretungen auf kantonaler Ebene sind daher weiterhin gefordert, sich für einen fairen finanziellen Ausgleich einzusetzen, unabhängig von der jeweiligen Partei.
Die SPFraktion setzt sich dafür ein, dass der vorhandene Spielraum gezielt eingesetzt wird – insbesondere für Investitionen in Bildung und Betreuung, für soziale Sicherheit sowie für eine nachhaltige Entwicklung der Stadt. Eine stabile finanzielle Basis ist Voraussetzung dafür , dass Winterthur auch künftig eine lebenswerte Stadt für alle bleibt. Die SP wird die weitere finanzielle Entwicklung aufmerksam begleiten und sich weiterhin für eine sorgfältige und realistische Budgetpolitik einsetzen.
Kontakt:
Bea Helbling, beahelbling@sunrise.ch
Maria Sorgo, maria_sorgo@bluemail.ch