Was ist die halbe Miete? Ist es die Hälfte der genutzten Hirnkapazität? Ist es ein Saal voller Vollpatrioten, die nach dem Schauen eines Skirennens auf SRF eben diesem Sender die Mittel halbieren wollen? Im Wissen darum, dass die Hälfte nicht einfach nur den Zielhang ausblenden, sondern ganze Produktionen, von der Tagesschau, über Lauberhorn bis zum Samschtig-Jass gefährden würde?
Kein Problem, mit den gesparten 135 Stutz kann man sich ja dann die Bezahlanbieter entlöhnen, die sicher gerne einspringen. Streaming boomt, und wieso sollen nicht Netflix oder Amazon Prime künftig, ganz marktgerecht, diese Kulturgüter für uns produzieren?
Ist die halbe Miete allenfalls, wenn nur die Hälfte der (stimmberechtigten) Bevölkerung zur Urne schreitet? Im Falle von Töss wäre das allerdings zuletzt sogar eine Steigerung gewesen, genau wie bei der Öffnungsrate dieses Newsletters liegt die Wahrheit noch ein ganzes Stück darunter.

Während das Nicht-Öffnen eines Newsletters die Welt kaum ins Wanken bringen dürfte, bedeutet eine Halbierung des SRF in Tat und Wahrheit deren Zerschlagung – bewusst und mit Kalkül, nach amerikanischem Vorbild. Die Hälfte der Stimmberechtigten an der Urne bedeutet derweil, dass andere über deine Geschicke befinden.
Für mich klingen alle drei Beispiele wenig prickelnd, für dich?
Ah ja: Die halbe Miete wäre natürlich, im Gegensatz dazu, ganze Arbeit. Aber dazu dürfte es auf absehbare Zeit nicht kommen. Für tiefere Mieten müsste nämlich und aufrichtig am System gearbeitet werden. Nein, es gibt nicht zu wenig Geld oder Mittel, sie sind einfach schlecht verteilt, und wieso einen sicheren Reibach auf Jahre gefährden, wenn man den Mittelstand und die Ärmsten ja einfach weiterhin etwas auspressen kann?
Unsere Parolen für den 8. März
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