Ein ereignisreiches Jahr neigt sich dem Ende zu. Geopolitisch bleibt vieles bedrückend, national bis kommunal dominieren kurzsichtige Sparprogramme – mit den bekannten Ausnahmen in Landwirtschaft und Rüstung. Auf kantonaler Ebene erleben wir, wie Städte bei dem Versuch gebremst werden, eine lebenswerte und stadtverträgliche Verkehrspolitik umzusetzen. Auch bei den Mieten zeigt sich: Die Herausforderungen bleiben gross.
Ohne Anspruch auf Vollständigkeit kamen wir 2025 auf 18 Abstimmungen, von der nationalen bis zur kommunalen Ebene. Bei 15 davon hatte die SP eine klare Parole, sechs Entscheidungen fielen in unserem Sinne aus. Ein Muster sticht dabei heraus: Je lokaler, desto erfolgreicher.
Die SP lag 2025 in vier von zehn Fällen richtig – durchaus eine typische Quote für eine inhaltlich progressive Partei in Volksabstimmungen.
Lokal total
Für Winterthur können wir mit Überzeugung sagen: Unsere Politik trifft die Anliegen der Bevölkerung. Alle lokalen Vorlagen, zu denen wir eine klare Haltung eingenommen haben, wurden vom Stimmvolk angenommen.
Im Parlament sieht die Lage anders aus. Die bürgerliche Mehrheit blockiert regelmässig progressive Vorstöße, zuletzt auch durch die Sparallianz von glp bis SVP. Umso spannender wird es, wie diese Kräfte im Wahlkampf am 8. März ihre Rolle erklären wollen – wenn sich alle wieder als Kultur-, Bildungs- oder Sozialstadt inszenieren.
Was bleibt?
Unser Einsatz – gemeinsam. Doch seit Jahren hält Töss den unrühmlichen Rekord der niedrigsten Wahlbeteiligung in Winterthur. Das dürfen wir nicht hinnehmen. Gerade Töss hat viele Themen, die wir nur gemeinsam angehen können.
Das Weltgeschehen ist für viele von uns kaum beeinflussbar. Vor unserer Haustür aber können wir etwas bewegen. In den Quartieren beginnt unser Einsatz für eine lebenswerte Stadt – und genau dort ist eine starke Linke wichtiger denn je.
Ein Blick nach innen
Auch innerhalb der Partei stehen Veränderungen an. Wir werden die kommenden Monate nutzen, um unsere Zusammenarbeit zu reflektieren und weiterzuentwickeln. Ziel ist es, wieder näher an die Mitglieder und an Töss zu rücken – politischer, offener und mit mehr Raum für Austausch.
Wir brauchen unsere Mitglieder. An den Urnen, im Vorstand, bei Anlässen und nicht zuletzt, um zu erfahren, welche Erwartungen und Wünsche ihr an die lokale SP habt – wir brauchen euch! Schick uns ein E-Mail.
Unser Jahr 2025 in Bildern

Die SP Töss engagierte sich 2025 in der kommunalen Politik. Mit unserem Vorstandsmitglied Philippe Weber als höchstem Winterthurer und Marilena Gnesa sind wir im Parlament vertreten.
Neben dem jährlichen Sommerfest in der Waldschenke und unserem Jahresabschluss, bei denen wir jeweils hochkarätige Rednerinnen begrüssen durften, konnten wir ein exklusives Treffen mit Anna Rosenwasser und eine Tour durch das neue “Vitus-Areal” anbieten.
Daneben waren wir beim Blickpunkt Töss und in der Tösslobby engagiert. In der Lobby setzen sich unter anderen Andi Gentsch und Rolf Räth für die Interessen der Tössemer:innen bei vielen Stadtentwicklungsprojekten ein.
Ausblick: Kommunalwahlen 2026

Für eine linke Mehrheit im Winterthurer Stadtparlament brauchen wir starke Kandidat:innen. Für die SP-Töss treten Olivier Porges, Rolf Räth, Tamara Pabst, Elif Akyol, Marilena Gnesa, Adelina Selimi, Philippe Weber, Andi Gentsch und Miriam Kalunder an (v.l.n.r).