Wie lange ist Winterthur noch velofreundlich?

SP Winterthur

Medienmitteilung der SP Winterthur zur Auszeichnung Prix Velostadt

Mit der Note 4.4 ist Winterthur gemäss einer Umfrage von Pro Velo die velofreundlichste Grossstadt der Schweiz. Doch das gute Abschneiden von Winterthur mit einer nur genügenden Note zeigt insbesondere auch wie velounfreundlich die Schweizer Städte im Allgemeinen sind.

Der Stadtrat zeigte sich erfreut über die Auszeichnung als velofreundlichste Grossstadt. Auch wenn die SP Winterthur diese Freude teilt, ist sie mit der Note nicht zufrieden. Der Blick über die Landesgrenzen zeigt, dass Winterthur noch weit weg von einer echten Velostadt ist. Städte wie Kopenhagen oder Amsterdam haben ihre Lebensqualität mit einem klaren Bekenntnis zum Velo in den letzten Jahren stark erhöht. In Winterthur ist hingegen nach wie vor das Auto das beliebteste Verkehrsmittel.

Die SP Winterthur kritisiert insbesondere den Stillstand in der Velopolitik in den letzten Jahren. So kann Winterthur froh sein, bei der Umfrage von Pro Velo nicht  noch schlechter abgeschnitten zu haben. Seit Jahren werden Veloschnellrouten angekündigt, ohne dass bisher Projekte vorliegen. Die Veloparkplatzsituation ist trotz der Initiative der SP nach wie vor prekär und wird sich erst mit den neuen Parkplätzen am Bahnhof verbessern.  Bei den Abstellanlagen ist die Stadt Winterthur in der Umfrage sogar nur knapp genügend.

«Wollen wir als Winterthur weiterhin besonders velofreundlich bleiben, muss dringend etwas geschehen, besonders bei den geplanten Veloschnellrouten», sagt Felix Landolt, Gemeinderat SP. Benedikt Zäch, Mitglied der BBK, ergänzt: «Der Schwerpunkt der aktuellen Verkehrsplanung liegt neben der Buspriorisierung einseitig beim Autoverkehr; bei Projekten des Langsamverkehrs gibt es seit längerem Engpässe.» Andere Städte haben sich in den letzten Jahren stark verbessert. «Bern, Basel und sogar Zürich haben einen grossen Sprung gemacht - Winterthur hingegen ist stehen geblieben», zeigt sich SP-Co-Präsident Felix Steger besorgt. Deshalb braucht es dringend Investitionen in bauliche und personelle Ressourcen, um Projekte umzusetzen und Winterthur velofreundlicher zu machen. Wie dies die aktuelle Velo-Initiative fordert.

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