Testplanung Gleiskorridor: Hohes Potential und Herausforderung

SP Winterthur

Die SP begrüsst den Bericht des Stadtrates zur Testplanung Gleiskorridor, der auf Grundlage eines von der SP eingereichten Postulates erfolgt ist. Sie würdigt ihn kritisch. Notwendig sind städtebaulich überzeugende Massnahmen, um den Veloverkehr zu fördern und die Bevölkerung in die Entwicklung einzubeziehen.

Motor und Ausgangspunkt der gewaltigen Veränderungen, welche der Bericht aufzeigt, ist ein ungebremstes Wachstum der Mobilität am Übergang zwischen Stadtverkehr und Pendlerverkehr im Bahnhofsbereich. „Der Bahnhof ist das eigentliche planerische Nadelöhr“ sagt SP-Gemeinderat Benedikt Zäch, Erstunterzeichner des Postulats. "Hier sind baulich und stadträumlich überzeugende Lösungen gefragt, die der Bericht noch nicht aufzeigen kann." Deshalb fordert die SP, dass Etappierungen möglich sind, welche für sich freiräumliche, verkehrstechnische und städtebauliche Qualitäten aufweisen. Zudem braucht es auf allen Ebenen Massnahmen, um die zunehmende Mobilität zu reduzieren. Zu nennen sind Instrumente wie Co-Working-Spaces, um Wohnen und Arbeiten näher zueinander zu bringen, zum Beispiel auf dem Lindspitz-Areal, das diesbezüglich ein hohes Potential aufweist.

Ebenso wichtig ist für die SP, dass die Entwicklung des Gleiskorridors im Einklang mit dem städtischen Gesamtverkehrskonzept (sGVK) geschieht. Die prognostizierten Personen-bewegungen im Bereich Hauptbahnhof müssen vom städtischen Verkehrssystem absorbiert werden können. Das sGVK verlangt, dass die zunehmende Mobilität auf städtischem Gebiet durch den öffentlichen Verkehr und den Langsamverkehr aufgenommen werden und der Anteil des motorisierten Individualverkehrs sinkt. „Massnahmen zugunsten der Buspriorisierung und für durchgehende Velowege müssen jetzt getätigt werden und nicht erst übermorgen.“ meint SP-Gemeinderat Felix Landolt, Mitglied der Kommission Bau und Betriebe.

Im Weiteren erfordern die Arealentwicklungen Umzonungen im städtischen Nutzungsplan. „Umzonungen liegen in der Kompetenz des Gemeinderats oder bei der Bevölkerung. Dafür ist eine hohe Akzeptanz für die Planungen nötig. Dies kann nur erreicht werden, wenn breit informiert wird und die Bevölkerung im Planungsprozess frühzeitig involviert wird.“ führt Co-Präsident Felix Steger aus.

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