Belastungen im Schulleitungsumfeld: Keine Entspannung in Sicht

SP Winterthur

Die SP begrüsst grundsätzlich die Entlastungsmassnahmen, die von der Zentralschulpflege und dem Stadtrat beantragt werden. Aber für eine wirklich spürbare Entlastung der Schulleitungen sind zusätzliche, massgebende kurz- und mittelfristige Entlastungs-massnahmen unabdingbar.

Die Befragung zur Arbeitsqualität und –gesundheit der Schulleiter/innen in Winterthur vor einem knappen Jahr sprach eine deutliche Sprache. Zwar waren 93% der befragten Personen äusserst engagiert und motiviert, doch die Arbeitsbelastung wurde als sehr hoch eingestuft. 87% der Schulleiter/innen gab an zu viel zu arbeiten. 74% bezeichneten die Arbeitsbelastung an der Grenze des noch Machbaren - bei 47% war das Mass einer zumutbaren Arbeit bereits überschritten.

Die jetzt präsentierten drei Massnahmen nehmen die Belastungssituation der Schulleitungen auf, gehen aber aus Sicht der SP zu wenig weit und sind vor allem in den einzelnen Schulen wenig bis kaum spürbar. Dies ist umso stossender, als dass die Belastungen im Schulalltag für alle Akteure anhaltend hoch bleiben und tendenziell noch weiter zunehmen werden. „Gerade im Hinblick auf die Umsetzung des schulischen Integrationskonzeptes WEGA ist es elementar, dass die Schulleitungen mit ausreichend Ressourcen ausgestattet sind“, betont Markus Steiner, Präsident der Sachkommission Bildung, Sport und Kultur (BSKK).

Für eine gut funktionierende Schule sind gute Rahmenbedingungen ein wichtiger Bestandteil. „Dass in der ausgewiesen schwierigen Situation der Schulleitungen, vom zweckgebundenen Bezug der kantonalen Vollzeiteinheiten für Problemklassen in Winterthur nur zurückhaltend Gebrauch gemacht wird, ist schwer verständlich“, meint Gabi Stritt, Mitglied der BSKK.

Die Volkschule steht in einem enormen Spannungsfeld zwischen inneren und äusseren Anforderungen, welche stetig zunehmen. Dies zeigt sich nicht zuletzt auch an der zunehmenden Belastung der Schulleitungen. „Es ist wichtig Rückmeldungen von Schulleitungen und Lehrpersonen ernst zu nehmen und sie zu unterstützen - an dieser Stelle darf nicht gespart werden“, hält Pia Schoch, Mitglied der BSKK, fest.

Ziel aller Maßnahmen ist es letztlich, die Schüler/innen bei der Entwicklung ihrer Kompetenzen zu fördern und zu unterstützen. Um das leisten zu können, müssen Schulleiter/innen gesund bleiben. Ein aktives Gesundheitsmanagement ist eine wichtige Aufgabe für alle Akteure im Netzwerk Schule. Anhaltende Belastungen wirken sich unmittelbar auf die Qualität einer guten und gesunden Schule aus. Dazu gehört auch die Ermittlung von gesundheitlich bedingten Absenzen.

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