Treue zu den Mitarbeitern und dem Standort zählen nicht

SP Bezirk Winterthur

Die SP verurteilt die einseitige Gewinnmaximierung des Winterthurer Industriekonzerns Sulzer auf Kosten der Angestellten. 90 Personen droht die Entlassung. Die Kosten werden die Betroffenen und die Stadt Winterthur bezahlen müssen. Es braucht klare Schritte für eine Wirtschaft, welche dem Wohl der Menschen verpflichtet ist.

Die SP Bezirk Winterthur ist bestürzt über den angekündigten Abbau von 90 Arbeitsstellen bei der Sulzer Chemtech in Winterthur. Nach dem Abbau bei Rieter im vergangenen Herbst verabschiedet sich auch Sulzer immer mehr vom Standort Winterthur. «Beim Unternehmen scheint das Profitdenken an erster Stelle zu stehen. Werte wie: Treue zum Standort und zu den Mitarbeitenden zählen nicht.» bemängelt SP-Gemeinderätin Maria Sorgo den schlechten Stil der Konzernleitung.

«Offensichtlich gelingt es der Standortförderung nicht, mit unseren traditionsreichen Unternehmen Lösungen im Sinne der Stadt und der Angestellten zu erarbeiten», wundert sich Christoph Baumann, Co-Präsident SP Winterthur. Mattea Meyer, Nationalrätin und Co-Präsidentin SP Winterthur ergänzt: «Wenn ein Unternehmen mit 74 Millionen Franken Gewinn und einer ausserordentlichen Dividendenausschüttung im letzten Jahr Entlassungen beschliesst, dann zeigt sich einmal mehr, dass es ihnen nicht um Arbeitsplätze geht, sondern darum, die Aktionäre zufrieden zu stellen.» Die Kosten für dieses einseitige Profitdenken bezahlen die Betroffenen. Letzten Endes ist auch die öffentliche Hand mit Sozialleistungen gefordert, wenn die Arbeitslosen nicht wieder eine Stelle finden.

Die SP Winterthur fordert die Sulzer AG auf, von den Entlassungen abzusehen. Die SP wird sich weiterhin auf allen Ebenen konsequent dafür einsetzen, dass sich die Wirtschaft wieder in den Dienst der Allgemeinheit stellt und sich nicht weiterhin nur als Mittel für persönliches Gewinnstreben definiert.

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