Eine sichere Zukunft für die MSW

SP Winterthur

Die SP Winterthur zeigt sich erfreut, dass eine Mehrheit des Gemeinderats dem Gegenvorschlag des Stadtrats zur MSW-Initiative zugestimmt hat. Die SP fordert einen Einbezug des Initiativkomitees in die Ausarbeitung der Umsetzungsvorlage, Ziel sollte eine möglichst hohe Anzahl an Ausbildungsplätzen sein, welche das langfristige Weiterbestehen der MSW sichert.

Die SP hat sich bereits 2014 - als bekannt wurde, dass die Zukunft der MSW gefährdet ist - mit der Petition „Rettet die Metalli“ für den Erhalt dieser erfolgreichen Ausbildungsstätte ausgesprochen. Der Druck zeigte Wirkung, wie die gestrige Diskussion im Gemeinderat verdeutlicht hat.

Bildung ist unsere wertvollste Ressource und das duale Bildungssystem mit seiner Durchlässigkeit ein Erfolgsrezept. Die MSW leistet hier einen wichtigen Beitrag. Sie muss deshalb in bestmöglicher Qualität und mit einer optimalen Zahl von Ausbildungsplätzen erhalten bleiben. Nicht zuletzt profitiert gerade auch die Wirtschaft von gut ausgebildeten Fachkräften. Enttäuschend ist, dass der Kanton sich aus der Verantwortung nehmen und auf dem Buckel der Bildung kürzen will. Davon ist auch die MSW betroffen. Mattea Meyer, Co-Präsidentin SP Winterthur ergänzt: „Es ist stossend, dass mit der Unternehmenssteuerreform III Grosskonzernen Steuergeschenke in Millionenhöhe gemacht werden sollen. Denn diese Gelder fehlen dann in der Bildung und bei der MSW.“

Die SP begrüsst, dass der Stadtrat die MSW sichern will. Allerdings ist nach wie vor offen, ob mit der Reduktion der Ausbildungsplätze von aktuell ca. 240 auf 180 und der massiven Kürzung der finanziellen Beiträge das Überleben der MSW langfristig garantiert ist. „Mit einer zu tiefen Anzahl an Ausbildungsplätzen besteht das Risiko, dass die Kosten pro Platz im Verhältnis stark ansteigen und sich die Klassengrössen schnell in einem kritischen Bereich bewegen. Bei der Ausarbeitung der konkreten Umsetzungsvorlage sollte deshalb das Initiativkomitee unbedingt mit einbezogen werden“, führt Gabi Stritt, Gemeinderätin SP und Mitglied der BSK, hinzu. Es sollte eine Lösung gefunden werden, die auch die Initianten unterstützen.

Die SP stimmte dem Gegenvorschlag des Stadtrates, der Initiative und dem Antrag der AL/Grüne-Fraktion zu. Den Antrag der EDU/CVP-Fraktion lehnte die SP ab, da dieser ein zu hohes Risiko bietet, dass die Schule aus finanziellen Gründen gefährdet ist und die Qualität der Ausbildung sinkt.

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