Wie entwickelt sich Wülflingen?

Quartierrundgang SP Veltheim/Wülflingen

Die SP Wülflingen/Veltheim hat am Samstag, 14. September die Bevölkerung eingeladen zum Quartierrundgang in Wülflingen. Gut 60 Teilnehmende haben die Gelegenheit wahrgenommen, um sich von Stadträtin Pearl Pedergnana und Stadtrat Nicolas Galladé über gelungene Entwicklungen und Projekte, ausstehende Entscheide und auch Visionen zu informieren.

Beim Lindenplatz äusserte sich Pearl Pedergnana zur Verkehrspolitik und erläuterte am Beispiel der Verkehrsinsel, wie Quartierdemokratie funktionieren kann. Auch die Entwicklung des Frohsinn-Areals soll zusammen mit den Wülflinger/innen zustande kommen. Ob das Wohnhaus noch erhaltensfähig ist, will die Stadt prüfen lassen. Danach will Stadträtin Pearl Pedergnana zusammen mit dem Quartier Ideen entwickelt und diskutieren. Dass Wülflingen sein Recht zur Mitbestimmung wahrnehmen will, zeigten Vertreter/innen vom Wülflinger Forum und vom Verein Pro Wülflingen, die Unterschriften für ihre Petition für eine Begegnungszone im Bereich Lindenplatz sammelten.

Wohnraumknappheit war das Thema von SP Gemeinderat Felix Landolt. Er zeigte auf, wie sich der ständig wachsende Flächenbedarf auf die Wohnraumknappheit auswirkt. Mit einer Motion fordert der Gemeinderat den Stadtrat auf, dass z.B. der „Erhalt der Gartenstadt“ ein wesentliches Kriterium für die Stadtentwicklung sein muss. Hier knüpft auch die Verkehrsberuhigung in den Wohnquartieren an. Dieses Thema polarisiert, was sich auch an der engagierten Diskussion an der Oberfeldstrasse zeigte. Raffael Noesberger, Amt für Städtebau, bat, die gemeinsam mit den Quartiervereinen geplanten Massnahmen zu unterstützen, auch den einjährigen Versuch für eine Einbahnführung. Dieser wird uns zeigen, welche Verbesserungen die Befreiung vom Ausweichverkehr für das Quartier bringen.

Stadtrat Nicolas Galladé zeigte auf, welche Aufgaben sich der Stadt im Bereich des Zusammenlebens stellen. Mit einem hohen Anteil an Familien und dem Anstieg der älteren Bevölkerung ist es nötig, in den Quartieren geeignete Angebote zu sichern. Dazu gehören Freiräume wie die Schenkelwiese, Treffpunkte und Angebote für die jüngere und ältere Bevölkerung und auch für die Vereine. Gemeinderat Roland Kappeler hat in seiner ersten Sitzung im Rat den „Unfall Holzlegi“ miterlebt. Die bürgerlichen Parteien waren nach der vorangehenden Budgetsitzung im Sparwahn und opferten gleich noch die Erneuerung der Freizeitanlage Holzlegi, welche notabene in der Kommission ganz unbestritten war. Laut Nicolas Galladé wird man vor 2015 kaum auf den Entscheid des Gemeinderates zurückkommen. Ohne die geplante Steuererhöhung im 2014 um 5% wären zudem Quartierbibliotheken, Quartierzentren, Ergänzungsleistungen oder die Sportförderung massiv gefährdet.

Beim anschliessenden Apéro in der Holzlegi wurde noch lange angeregt weiterdiskutiert und auf viele weiterführende Ideen für Wülflingen angestossen.