Quartierrundgang Altstadt/Mattenbach

Ein Blick hinter die Kulissen mit Stadtrat Nicolas Galladé

Am Samstag, dem 19. Oktober 2013, fand der Quartierrundgang der SP Altstadt/Mattenbach mit Stadtrat Nicolas Galladé statt. Françoise Vogel, Leiterin der Hauptabteilungsleitung Prävention und Suchthilfe unterstützte Nicolas auf dem Rundgang. Rund 30 Personen nutzen die Gelegenheit und nahmen am Rundgang teil.

Der Rundgang begann vor der Anlaufstelle DAS. Die Anlaufstelle ist ein Treffpunkt für suchtmittelabhängige und psychisch kranke Menschen. Die DAS konnte vor kurzem ihr 20jähriges Jubiläum feiern. Im April 2012, nach einer Volksabstimmung, konnte die DAS in die neuen Räumlichkeiten an der Zeughausstrasse umziehen. Das Angebot der Anlaufstelle wird gut genutzt – es besteht die Möglichkeit, sich in einem freundlich und hell eingerichteten zweistöckigen Aufenthaltsraum aufzuhalten. Die Benutzenden schätzen diesen schön eingerichteten Raum sehr und tragen ihm Sorge, so dass er immer noch sehr neu aussieht. Weiter können Spritzen vor Ort zurückgegeben und ausgetauscht werden. Auch Waschmaschine, Tumbler und Dusche können benutzt werden. In der Anlaufstelle werden zudem Beschäftigungsmöglichkeiten in den Bereichen Malen und Fussball geboten. Eine Ausstellung der Bilder, welche im Mal-Atelier der DAS entstanden sind, kann vom 6. - 29. November 2013 in der Alten Kaserne besucht werden.

Anschliessend führte der Rundgang zum IKARUS, einem Zentrum für Heroin und Methadon gestützte Behandlungen. Dieses Angebot wird von Menschen genutzt, die sich in einem Methadon- oder Heroinabgabeprogramm befinden und hier ihre Abgabe beziehen können. Das Durchschnittsalter der Nutzenden liegt zur Zeit bei rund 45 Jahren und steigt jährlich, da glücklicherweise wenige Menschen neu heroinabhängig werden. Die Patientinnen und Patienten müssen sich hier an die festgelegten Abgabezeiten und klare Hausregeln halten.

Weiter ging es zum Provisorium des Alterszentrums Adlergarten. Dieses ist im Einsatz, bis das Alterszentrum fertig renoviert ist. Die Umbauzeit wird auf rund zwei Jahre geschätzt. Im Herbst 2014 sollte der Umbau beendet sein. Das Provisorium besteht aus dem ehemaligen Personalhaus und einem Modulbau. Das Personalhaus bietet Platz für 50 Bewohnerinnen und Bewohner. Der an das Personalhaus angefügte Modulbau mit Einzel- und Doppelzimmern bietet Platz für weitere rund 100 Bewohnerinnen und Bewohner. Mit dem Provisorium konnte eine gute Lösung gefunden werden, da das Alterszentrum während dem Umbau nicht bewohnbar ist. Beim Provisorium handelt es sich um einen schönen Bau. Trotzdem bringt das Provisorium natürlich nicht nur Vorteile mit sich – so müssen die Bewohnenden im Provisorium relativ kleine Zweierzimmer in Kauf nehmen. Vom Dach des Provisoriums hatten wir eine gute Aussicht auf das sich im Umbau befindende Gebäude. Der abschliessenden Apéro fand im Restaurant Dimensione statt.