Lohndumping auf Baustellen

Aus dem Gemeinderat Winterthur

Gemeinderat Kaspar Bopp hat in einer persönliche Erklärung nachgefragt, wie sich die Stadt Winterthur vor Lohndumping auf städtischen Baustellen wehrt: "Ich bin schockiert über das Lohndumping auf einer Baustelle der SBB-Durchmesserlinie, einer halbstaatliche Baustelle notabene. Ob nun das Amt für Wirtschaft und Arbeit Fehler gemacht hat, wie es von Seiten Unia vermutet wird, oder ob es nicht in deren Auftrag und Kompetenz liegt, spielt für mich hier eigentlich keine Rolle. Die Sache ist und bleibt unschön. Als Auftraggeber kann man sich offensichtlich nicht einfach darauf verlassen, dass die Arbeitsgesetze eingehalten werden. Da es sich um eine Winterthurer Firma handelt liegt die Frage nahe, ob sie auch schon Aufträge der Stadt Winterthur erhalten hat und oder ob sie in Zukunft städtische Aufträge erhalten könnte. Ganz allgemein stellt sich mir die Frage, wie die Stadt Winterthur Bauarbeiter vor Dumpinglöhnen schützt. Ich sehe uns da in der Verantwortung und werde auch persönlich stets genau hinschauen. In Winterthur sollen die Rechte der Arbeiter eingehalten werden!"

Stadträtin Pearl Pedergnana (SP), Vorsteherin Departement Bau, antwortete ihm: "Die AB Brandschutz AG hat gemäss städtischem Vergaberegister in den letzten 10 Jahren keinen Auftrag der Stadt Winterthur erhalten. Die Stadt Winterthur verurteilt Lohndumping und setzt sich dezidiert dagegen ein. Bauarbeiter/innen sollen rechtmässig entlöhnt werden. Die Projektleiter/innen des Departements Bau wurden über den Fall informiert und erneut auf Lohndumping und ähnliche Missstände sensibilisiert. Auf städtischen Baustellen wird mit sorgfältiger Vergabepraxis und Kontrollen sichergestellt, dass die Gesamtarbeitsverträge eingehalten werden und die Lohngleichheit zwischen Frau und Mann gilt."