Eskalation beim „Tanz dich frei“ - Fehler auf beiden Seiten

Medienmitteilung SP Bezirk Winterthur

Die SP ist enttäuscht über den Verlauf der „Tanz dich frei“-Veranstaltung in Winterthur. Die SP verurteilt das Verhalten der Polizei, welche mit einer Null-Toleranz-Politik von Anfang an das Ziel verfolgte, die Veranstaltung im Keim zu ersticken.

Dass die Polizei eine Null-Toleranz-Politik betreiben wollte, zeigten schon die Vorbereitungen der Verbarrikadierung tags zuvor sowie das massive sichtbare Aufgebot der Polizeikräfte an der Veranstaltung. Das polizeiliche Eingreifen bereits zu Beginn liess es gar nicht zu, dass sich eine friedliche Veranstaltung entwickeln konnte. Viele friedliche Teilnehmende wurden abgehalten und abgeschreckt, für ihr berechtigtes Anliegen nach mehr Freiraum ohne Konsumzwang einzustehen.

Gleichzeitig bedauert es die SP zutiefst, dass einmal mehr Gewaltbereite eine als friedlich angekündigte Demonstration für ihre Zwecke missbrauchen konnten. Bei der Einkesselung beim Salzhaus unterschied die Polizei in der Folge nicht zwischen friedlichen und gewaltbereiten Teilnehmenden. Ein Dialog war nicht möglich und Jugendliche mit friedlichen Absichten konnten sich kaum aus der Einkesselung befreien und sich so von der Gewalt distanzieren.

Im Ganzen kann festgehalten werden, dass das Vorgehen der Polizei dazu beigetragen hat, dass nicht die friedlichen, sondern die gewaltbereiten Teilnehmenden im Fokus standen. Natürlich ist es auch überaus schwierig einen konstruktiven Dialog zu führen, wenn auf Seiten der Veranstalter keine Ansprechpersonen vorhanden sind. Ankündigungen im Vorfeld, dass ein bekannter Veranstalter unbeschränkt zur Rechenschaft gezogen werden würde, erschwerte, dass jemand bereit war, eine Bewilligung einzureichen. Die SP bedauert, dass ein legitimes Recht auf Meinungsäusserung durch Konfrontation auf beiden Seiten nicht ausgeübt werden konnte.