Komitee "Ja zu sauberem Grundwasser"

Medienmitteilung zur Medienkonfernz vom 22.12.04
Vertreter und Vertreterinnen des überparteilichen Komitees „Ja zu sauberem Grundwasser“, haben an der heutigen Medienkonferenz verschiedentlich dargelegt, warum ein JA zum Ifang sinnvoll ist. Der Neubau des Landwirtschaftsbetrieb Ifang im Winterthurer Grundwasserfassungsgebiet soll die Wasserversorgung und auch die Wasserqualität in Zukunft nachhaltig sichern.
Ursula Bründler, Gemeinderätin CVP, weist auf die unwürdige Wohn- und Arbeitssituation der Pächterfamilie hin. Der Betrieb befindet sich in einem desolaten Zustand. Das Wohnhaus kann mehr schlecht als Recht bewohnt werden und auch die Viehställe sind in einem sehr schlechten Zustand, der in keiner Weise mehr den Anliegen moderner Tierhaltung entspricht. Mit dem Neubau des Betriebs soll kein Musterbetrieb entstehen, sondern eine Anlage, die den Vorgaben des Gewässer- und auch des Tierschutz nachkommt.

Der FDP Gemeinderat, Stefan Piotrowski, weist darauf hin, dass eine Verstückelung des Betriebs und z.B. eine Verpachtung des Bodens an umliegende Bauern rechtlich nicht in Frage kommt. Das bäuerliche Bodenrecht spricht dagegen. Das vorliegende Projekt wurde unter dem Beizung von kompetenten Experten erarbeitet und ist sowohl betrieblich, ökonomisch und auch architektonisch vorzüglich ausgearbeitet. Es existiert keine Alternative zur vorgelegten Lösung. Die Kosten halten sich im Rahmen vergleichbarer Projekte. Finanziert wird das Projekt über die Wassergebühren, die aber dadurch nicht erhöht werden müssen.

Als „eine Investition in die Versorgungssicherheit unseres Trinkwassers“ betitelt Beat Stettler, Gemeinderat SP, das Ifang-Projekt. Die Stadt Winterthur bezieht ihr Trinkwasser zu 75% aus der Grundwasserschutzzone Zell. Dieser Bezug kommt der Stadt Winterthur sehr günstig zu stehen. Das Wasser fliesst mit natürlichem Gefälle und muss dank der guten Qualität auch nicht zusätzlich gefiltert werden. Diese natürliche Wasserfassung muss geschützt werden vor schädlichen Einflüssen. Der Ifang ist eine Investition in den Grundwasserschutz und der günstigste Weg, die ausgezeichnete Wasserqualität langfristig und nachhaltig zu gewähren.

Matthias Gfeller, Kantonsrat Grüne, sieht im Neubau eine Chance für die Förderung des Biolandbaus. Die biologische Landwirtschaft beinhaltet klare Vorschriften gegen die Überdüngung, was insbesondere in der Grundwasserschutzzone von besonderer Wichtigkeit ist.