Felix Landolt ist höchster Winterthurer

SP Winterthur

Der diskrete Präsident

Felix Landolt darf sich offiziell höchster Winterthurer nennen. Der 62-jährige Architekt ist ein stiller Weltverbesserer. Ein Mann, der in Mozambique Latrinen baute und in Winterthur ein Parkhausprojekt zu Boden brachte.

Er wählt seine Worte mit Bedacht, spricht immer etwas leise, und wenn er lächelt, wirkt das fast etwas verträumt: Felix Landolt (SP) ist kein Mann der lauten ­Töne. Der 62-Jährige sucht den Dialog und bleibt auch in Konfrontationen sachlich. «Vielleicht liegt das ja an meinem Beruf», sagt er. Landolt, Architekt mit ETH-Abschluss, arbeitet für das kantonale Hochbauamt als Projektleiter. «Da muss ich auch immer ver­mitteln, zwischen Architekten, Nutzern und Bauherr.»Das Gespräch findet am späten Nachmittag in einem Café in der Altstadt statt. Landolt kommt ­direkt aus dem Büro, trägt ein ­lockeres Jackett, ein blaues Hemd aus fairem Handel, trinkt ein Mineralwasser. Er ist zurückhaltend, ein Langweiler aber ist er nicht. Mozambique, Nicaragua, Latrinenbau und Hallen­stadion – er schöpft aus einer ­reichen Lebensgeschichte. Weiter lesen ...

Quelle: Landbote vom 08.05.2017 / Bild: Madeleine Schoder